Bundesländer-Vergleich · Stand April 2026

Grunderwerbsteuer 2026: Alle 16 Bundesländer

Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache — und die Spanne ist groß. Zwischen 3,5 % (Bayern, Sachsen) und 6,5 % (NRW, Brandenburg, Saarland, Schleswig-Holstein) liegt fast Faktor 2. Die Tabelle unten ist interaktiv: Kaufpreis und Makler-Option lassen sich live ändern.

Grunderwerbsteuer 2026 — alle 16 Bundesländer

Sortiert nach Steuersatz (aufsteigend). Live berechnet — Kaufpreis und Makler-Option frei wählbar.

400.000 €
BundeslandGrESt-SatzGrESt-BetragNotar + GBMaklerGesamt
Bayern3,5%14.0008.00014.280 €36.280
Sachsen3,5%14.0008.00014.280 €36.280
Hamburg4,5%18.0008.00014.280 €40.280
Baden-Württemberg5%20.0008.00014.280 €42.280
Bremen5%20.0008.00014.280 €42.280
Niedersachsen5%20.0008.00014.280 €42.280
Rheinland-Pfalz5%20.0008.00014.280 €42.280
Sachsen-Anhalt5%20.0008.00014.280 €42.280
Thüringen↓ 20245%20.0008.00014.280 €42.280
Berlin6%24.0008.00014.280 €46.280
Hessen6%24.0008.00014.280 €46.280
Mecklenburg-Vorpommern6%24.0008.00014.280 €46.280
Brandenburg6,5%26.0008.00014.280 €48.280
Nordrhein-Westfalen6,5%26.0008.00014.280 €48.280
Saarland6,5%26.0008.00014.280 €48.280
Schleswig-Holstein6,5%26.0008.00014.280 €48.280

Stand April 2026 · GrESt: GrEStG, Landesgesetze · Notar/GB: GNotKG nach KostBRÄG 2025 · Makler: §656c BGB (Halbteilungspflicht)

Die günstigsten Bundesländer (3,5 %)

Bayern und Sachsen haben den niedrigsten Steuersatz in Deutschland. Beide Länder haben den historischen Satz von 3,5 % nie angehoben.

Rechenbeispiel: 400.000 € Kaufpreis in Bayern: 14.000 € Grunderwerbsteuer.

Die teuersten Bundesländer (6,5 %)

Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Saarland und Schleswig-Holstein haben den höchsten Satz von 6,5 %. Das ist fast Faktor 2 gegenüber Bayern/Sachsen.

Rechenbeispiel: 400.000 € Kaufpreis in NRW: 26.000 € Grunderwerbsteuer — 12.000 € mehr als in Bayern.

Sonderfall Thüringen: gesenkt im Januar 2024

Thüringen hat den Satz zum 1. Januar 2024 von 6,5 % auf 5,0 % gesenkt. Viele ältere Rechner im Netz zeigen noch den alten Wert — das kann zu Fehlkalkulationen von mehreren tausend Euro führen. Bei 400.000 € Kaufpreis ist die Differenz 6.000 €.

Historie: Wie kam es zu den Unterschieden?

Bis 2006 galt bundesweit einheitlich 3,5 %. Mit der Föderalismusreform 2006 erhielten die Länder das Recht, den Satz selbst festzulegen. Seitdem haben 14 der 16 Länder ihren Satz angehoben — oft mehrfach. Nur Bayern und Sachsen behielten die ursprünglichen 3,5 %.

Praktische Konsequenz: Der Bundesland-Vergleich ist nur selten direkt umsetzbar — die wenigsten Käufer sind in der Wahl ihres Wohnorts beliebig flexibel. Relevanter wird der Vergleich bei Kapitalanlage-Immobilien, Ferienhäusern oder beim anstehenden Umzug.